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Ahnengalerie: Wohngemeinschaft SchwarzwaldklinikAls grosse WG blicken wir voller Stolz auf unsere Ehrenmitglieder zurück, die sich jetzt irgendwo in der Welt verschmachtend nach unserem wunderbaren Hauswesen wehmütig zurücksehnen. Die Verflossenen:
Das Annerl, studierte sich tapfer durch "Verlagswesen" glänzte durch frühes Aufstehen, aufgeräumtes Zimmer und nettes Wesen. Links Normalzustand, mitte ein bisschen mehr aufgepeppt. Inzwischen beglückt sie die juristischen Blätter eines Verlages mit ihrer Fachkunde. Wir wünschen erbauliches Schaffen! Rechts das Christl, sehr angetan den Nikotin- Koffein- Schokoladen- und allen weiteren Genüssen, die eine Sünde wert sind.
Links Robert oder einfacher "Rübe", ruhend wenn nicht schlafend, schwer, besserverdienend, beharrend, nur gelegentlich in Aktivitätswahn verfallend, aber niemals beim Putzdienst. Rechts unser Ehrenmitglied Mario samt Töchterchen Laura. Als gutausgebildeter fünfsprachiger Lebensmittelchemiker brachte er seine Talente in einer Brauerei ein, bevor der Laden dichtgemacht und er arbeitslos wurde. Als ihn hier niemand wollte, wanderte er ins goldene Ungarn aus, wo er mittlerweile Direktor der grössten dortigen Käsefabrik geworden ist.
Unsere allerliebste Lieblingsferienmieterin: Pilar (links), ein herziges und überaus WG-taugliches Mädchen. Jetzt in Spanien oder Äthiopien oder sonstwo auf der Welt, leider nicht in Stuttgart. In der Mitte ist Andrea zu sehen, sie war zwar selten im Haus, aber zupackend und lebensfroh. Rechts unser langjähriger Feld- und WG-Kamerad Jockl "Messie". Seine Haare werden immer weniger, sein Gewicht wird immer geheimer, aber seine Jobs werden immer besser bezahlt.
Gelegentlich füllen wir Leerstände mit Ferienmietern auf. Diese beiden Hübschen auf dem linken Bild importierten wir für vier Monate frisch aus der Ukraine: Die entzückenden Zwillinge Iryna und Olga Babiy. Sie steckten viel Energie in den Deutschkurs, das Fernsehprogramm, Schminke und Popcorn. In der Mitte der stolze Vater, er wohnte zwar nicht hier, hätte uns aber zweifellos die Finger einzeln gebrochen, wenn wir damit seine Töchterchen betatscht hätten. Rechts Stefan beim kritischen Brezeltest, zu dem er sich als Kind der östlichen Weiten ("Bayern") befähigt fühlt. Befähigt fühlt er sich auch zu einer Doktorarbeit an der Bauernuniversität Hohenheim. Was er dort genau macht, wird sich im Laufe der Jahre sicher noch herausstellen. Einstweilen gelüstete es ihn nach einer kreativen Pause im kanadischen Winter, wohin er sich verabschiedete.
Auch ein netter Zwischenmieter: Tobias aus Regensburg, angehender Architekt im Praktikum. Nach zwölf Stunden Kaffeekochen und Papierkorbleeren im Büro war es für ihn willkommene Abwechslung, statt von den Vorgesetzten mal von den Mitbewohnern angepflaumt zu werden. Daneben Physikus Markus Backes, auch "Mackes" oder "Kappes" oder schlicht "the bike" genannt. Morgens loste er eines seiner drei Räder aus, zischt ins Labor (20km), nachmittags zischte er Richtung Schwarzwald (80km), am Wochenende nach Frankreich (200km). Am Putztag besonders weit. Gerüchteweise liess er den Fahrradhelm nachts im Bett auf, um einem plötzlichen Drang in den Fahrradsattel unverzüglich nachgeben zu können. In den verbleibenden Minuten des Tages forschte er über Brennstoffzellentechnik, vermutlich wird bald eine Brennstoffzelle mit Pedalantrieb und Felgenbremse von ihm patentiert werden.
Hier die Karina, kommunikativ, warmherzig und gelegentlich in Putz-, Telefonier- und Fertigpizzawut verfallend. Mangels WG-Fernseher war sie gezwungen, sich ihre tägliche Soapopera-Dosis "Marienhof" in ihren Privaträumen zu verabreichen. Sie steht der Welt als Betriebswirtschaftlerin zur Verfügung und tritt dort sicher ebenso kräftig auf wie bei uns im Treppenhaus. Ausführliches zu Wohngemeinschaften, ihre Gründung und Organisation hier. |