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Vor- und Nachteile Mietverträge Geld Konflikte
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Die Miete kann nach einem einfachen Standardverfahren berechnet werden: Gemeinsam genutzte Quadratmeter zahlt jeder zu gleichen Teilen, privat genutzte Quadratmeter (die Privatzimmer, eventuell den Stellplatz fürs Auto) addieren sich für jeden Nutzer extra. Hinzu kommen die Nebenkosten, die sich nur gleichmäßig pro Kopf aufteilen lassen. Angeblich soll es WGs geben, sich sich den Aufwand eines Zwischenzählers pro Zimmer leisten, um die Stromkosten separat abrechnen zu können. Weitere unregelmäßige Kosten werden ab und zu zusätzlich anfallen (Kaminfegerkosten, Reparaturen, gemeinsam gekaufte Dinge, Tageszeitung etc.), so daß noch etwas Extrageld angeraten ist. Ein Richtwert sind 5-15 EUR extra pro Monat pro Person. Sollten unerwartete Überschüsse erzielt werden, kann man dieses Geld leicht auf die Bewohner umlegen und wieder zurückzahlen. Kauft man bestimmte Lebensmittel oder Getränke gemeinsam ein, nutzt man ein Telefon gemeinschaftlich, sollte man unbedingt weitere getrennte Kassen führen, zum Beispiel eine Haushaltskasse, Telefonkasse und Getränkekasse. Das hört sich bürokratisch aufwendig an, hat sich aber in der Praxis bewährt. Auf diese Weise verhindert man die Gefahr, daß durch Fehler oder Mißwirtschaft eines kleinen Teilbereichs die gemeinsamen Hausfinanzen insgesamt durcheinandergebracht werden. Es könnte leicht passieren, daß sich unbezahlte Telefonrechnungen aufsummieren und das für die Miete bestimmte Geld auf dem Hauskonto wegfressen. Deshalb: So viele getrennte Kassen wie möglich. Halbwegs konsequente Buchführung ist mehr ein frommer Wunsch als auf Dauer durchzuhalten. Größere Anschaffungen (z. B. eine Waschmaschine) gehören natürlich anteilsmäßig denen, die sie mitbezahlt haben. Besteht ein Anteilseigner bei seinem Auszug darauf, seinen Anteil wieder zu bekommen, könnte er ihn an seinen WG-Nachfolger verkaufen. Probleme werden vermieden, wenn man von vornherein wertmäßig nicht zu viel gemeinsam anschafft, z.B. statt teurer Neugeräte eher preiswerte Gebrauchtgeräte besorgt. Oft anwesende und übernachtende Gäste kosten Geld in Form von erhöhten Nebenkosten. Es zeugt von Fairneß, wenn der Gastgeber den Gast zu einer freiwilligen Spende in die Gemeinschaftskasse auffordert oder selbst etwas spendet. Jeder Gast wird das verstehen, weil die von ihm verursachten Extra-Nebenkosten auf alle verteilt werden und nicht nur auf den gastgebenden Bewohner. |
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