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Aufteilung der Zimmer, Grundriß geeigneter Wohnungen, Infrastruktur

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Die ideale Wohnung für WG's hat keine Durchgangszimmer, einen nicht zu knappen Eingangsraum. Große Wohnungen oder Häuser haben mehr als ein Bad, auf jeden Fall aber getrenntes Bad und Toilette sowie einen Gemeinschaftsraum. Das kann eine große Küche sein, ein Eßzimmer oder eben ein Wohnzimmer. Überdimensionierte Flure sind keine guten Gemeinschaftsräume, da man ihnen selten den Charakter von düsteren Durchgangsstrecken austreiben kann. Das Vorhandensein eines Gemeinschaftsraums (eine Wohnküche wäre optimal) sollte nicht unterschätzt werden, trifft man sich nur im Flur oder vor dem Bad, kann kein gutes Klima entstehen. Maisonettewohnungen erstrecken sich über mehr als ein Stockwerk und sind besonders gut geeignet, weil sie eine gute Trennung zwischen Privatzimmern und Gemeinschaftszimmern ermöglichen. Den Idealzustand erreichen Häuser für große Familien und manche (bei weitem nicht die Mehrzahl!) moderne Studentenwohnheime. In Stuttgart könnte man beispielsweise das Wohnheim Widerholdstraße nennen.

"Modern" geschnittene Wohnungen zeigen sich häufig als Katastrophe für Wohngemeinschaften. Heutige Architekten können oder dürfen grössere Wohnungen nicht mehr auf flexible Nutzungsarten hin planen. Was seit Jahren gebaut wird, ist oft nur für Standardfamilien mit Mama, Papa und 1-2 Kinder oder reiche Singles mit Grossflächenbedarf geeignet: Riesige, offene Wohnzimmer mit einer Küchenecke, ein "Elternschlafzimmer" und hundezwingerähnliche Winz-Kinderzimmer.

Solange sie eine Mindestgrösse von 11-13qm nicht unterschreiten, sind unterschiedlich grosse Privatzimmer im Vergleich zu den vorangegangenen Anforderungen nicht problematisch. Verschiedene Bewohner ziehen verschiedene Zimmer vor, es kommt selten vor, daß ein Zimmer von allen total abgelehnt wird. Wenn ein Raum so schlecht ist, daß ihn niemand haben will, kann man ihn auch als Gemeinschaftsraum nicht gut nutzen.

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